Der Cyber-Mythos – Über das Internet jenseits von Gut und Böse

Autor/innen

  • Thomas Winklmeier FernUniversität Hagen

Schlagworte:

Kybernetik, Digitalisierung, Internet

Abstract

Die Frage nach Cyber-Utopie bzw. -Dystopie markiert die äußeren Grenzen des im Diskurs über das Internet Sagbaren. Mit meinem Beitrag plädiere ich dafür, in der Debatte darüber, ob das Internet und die Digitalisierung allgemein eher utopisches oder dystopisches Potential haben, eine andere Perspektive einzunehmen. Im Fokus meines Beitrags steht deshalb nicht die Frage, welche Potentiale das Internet bieten könnte, sondern die Frage nach den Grundlagen des Internets und nach den Bedingungen, die das Internet hervorgebracht hat. Dabei vertrete ich die These, dass das Internet weder utopisches noch dystopisches Potential hat, sondern als Mythos funktioniert. Um diese These zu belegen, zeichne ich in einem ersten Schritt die Grundlinien und wissenschaftstheoretischen Implikationen der Kybernetik als ideologische Grundlage des Internets nach. Mit Referenz auf Armin Nassehis Theorie der digitalen Gesellschaft zeige ich, dass kybernetisches Gedankengut die Basis der Digitalisierung und dass das Internet eine mythische Funktion für die digitale Gesellschaft übernimmt.

Autor/innen-Biografie

Thomas Winklmeier, FernUniversität Hagen

Thomas Winklmier hat Kulturwissenschaften studiert. Seine Abschlussarbeit verfasste er zum Thema „Die digitale Gesellschaft als kybernetisches Projekt.“ Derzeit studiert er Philosophie an der FernUniversität
in Hagen. Seine Forschungsschwerpunkte sind Kybernetik, Ethik der digitalen Gesellschaft und Smart Cities als paradigmatische Orte der Moderne.

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Veröffentlicht

2022-05-29

Zitationsvorschlag

Winklmeier, T. (2022). Der Cyber-Mythos – Über das Internet jenseits von Gut und Böse. Interculture Journal: Online Zeitschrift für Interkulturelle Studien, 21(36), 69–83. Abgerufen von https://www.interculture-journal.com/index.php/icj/article/view/443