Bildungsbedürfnisse und Hindernisse von Geflüchteten in Deutschland: Eine empirische Studie zu sozialen Netzwerken von Geflüchteten an deutschen Hochschulen

Autor/innen

  • IDF Bouchara Universität Casablanca Germanistik Abteilung

Schlagworte:

Geflüchtete Studierende, soziale Netzwerke, Trauma, Wohn- und Lernsituation, Lern- und Lehrkultur, Inklusion/Exklusion

Abstract

Der Beitrag gibt einen Überblick über die faktischen Herausforderungen, die Geflüchtete auf dem Weg zu einem erfolgreichen Studium in Deutschland überwinden müssen. Es zeigt sich vor allem, dass Geflüchtete als Stigmaträger an deutschen Hochschulen unter Anpassungsstörungen durch traumatisierende Erlebnisse und Diskriminierungserfahrungen leiden, was die Studienleistungen und den Lernerfolg erheblich beeinträchtigen kann. Geflüchtete haben außerdem Schwierigkeiten damit, sich ein unterstützendes Netzwerk zu Deutschen aufzubauen, das für den erfolgreichen Abschluss des Studiums unerlässlich erscheint. Abgesehen von Sprachproblemen sind auch die Unterschiede zu den im Heimatland gemachten Lern- und Lehrerfahrungen einfach zu groß. Der Beitrag schließt mit einer Diskussion der sozialwissenschaftlichen und politischen Implikationen mit Blick auf die Situation in Deutschland. Die dabei vorgestellten Befunde basieren im Wesentlichen auf einer qualitativen Studie, die im Sommersemester 2018 an zahlreichen deutschen Hochschulen durchgeführt wurde.

Autor/innen-Biografie

IDF Bouchara, Universität Casablanca Germanistik Abteilung

Ph.D. from the university of Heidelberg. Professor of linguistics and business German at the University of Casablanca.

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Veröffentlicht

2019-05-22

Zitationsvorschlag

Bouchara, I. (2019). Bildungsbedürfnisse und Hindernisse von Geflüchteten in Deutschland: Eine empirische Studie zu sozialen Netzwerken von Geflüchteten an deutschen Hochschulen. Interculture Journal: Online Zeitschrift für Interkulturelle Studien, 18(31), 53–72. Abgerufen von https://www.interculture-journal.com/index.php/icj/article/view/347