Hochschulbildung in globalen und lokalen Kontexten: Das Göttinger Modell einer Internationalisierung der Curricula

Autor/innen

  • Hiltraud Casper-Hehne Georg-August-Universität Göttingen
  • Tanja Reiffenrath Georg-August-Universität Göttingen

Schlagworte:

Internationalisierung der Curricula, Hochschullehre, interkulturelle Kompetenzen, Digitalisierung, Diversifizierung

Abstract

Für beruflichen Erfolg in Wissenschaft, Wirtschaft und Politik sowie für ein Leben in unserer durch Migration nachhaltig geprägten Gesellschaft sind internationale und interkulturelle Kompetenzen von zentraler Bedeutung. Da nur ca. 30 % der deutschen Studierenden ein Auslandssemester absolvieren und so diese Kompetenzen erwerben bzw. vertiefen, stehen deutsche Hochschulen vor der Herausforderung, auch vor Ort ein entsprechendes Angebot sicherzustellen. Bestrebungen zur universitätsweiten und strategisch ausgerichteten Internationalisierung der Curricula, d.h. zur Integration einer internationalen und interkulturellen Dimension sowie einer globalen Perspektive in die Inhalte aller Curricula, die Lernziele, Lehr- und Lernprozesse und die Betreuungsstrukturen (Leask 2015:149) sind im deutschen Hochschulraum bisher allerdings kaum erkennbar.

In einem bundesweit einzigartigen Projekt, das durch das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur gefördert wird, betreibt die Georg-August-Universität Göttingen eine strategisch ausgerichtete, systematische Internationalisierung der Curricula aller Studienprogramme in ihren Fakultäten. Dabei wird eine enge inhaltliche Verzahnung der Themenfelder Digitalisierung und Diversifizierung mit der Internationalisierung angestrebt.

Ausgehend von Überlegungen zur Notwendigkeit der Internationalisierung der Curricula skizziert der Artikel grundsätzliche theoretische und methodische Überlegungen in Bezug auf die Konzeption des Projekts sowie die Gestaltung des Internationalisierungsprozesses.

Autor/innen-Biografien

Hiltraud Casper-Hehne, Georg-August-Universität Göttingen

Professorin für Interkulturelle Germanistik der Universität Göttingen; Vizepräsidentin für Internationales der Universität Göttingen seit 2009; wiedergewählt bis 2019.

Tanja Reiffenrath, Georg-August-Universität Göttingen

Mitarbeiterin im Projekt „Internationalisierung der Curricula“ in der Abteilung Studium und Lehre der Universität Göttingen

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Veröffentlicht

2017-08-13

Zitationsvorschlag

Casper-Hehne, H., & Reiffenrath, T. (2017). Hochschulbildung in globalen und lokalen Kontexten: Das Göttinger Modell einer Internationalisierung der Curricula. Interculture Journal: Online Zeitschrift für Interkulturelle Studien, 16(27/28), 97–116. Abgerufen von https://www.interculture-journal.com/index.php/icj/article/view/291