Die Interkulturalität als politischer Begriff in Ecuador

Autor/innen

  • Philipp Altmann FU Berlin

Schlagworte:

Indigene, Indigenenbewegung, Interkulturalität

Abstract

Seit der Verfassung von 2008 ist Ecuador ein „interkultureller“ (Art. 1) Staat. Damit hat die Verfassungsgebende Versammlung langjährigen Forderungen der Indigenenbewegung im Land nachgegeben und den ersten Schritt zu einer Umgestaltung von Staat und Gesellschaft gemacht. Auch wenn alle Beteiligten einräumen, dass noch ein langer Weg zu gehen ist, hat es die Interkulturalität ins Herz des staatlichen Diskurses geschafft. Bei jeder Gelegenheit wird darauf verwiesen, dass eine bestimmte Institution, ein Programm oder ein Fest interkulturell ist – in aller Regel ohne nähere Definitionen.

Hier soll der Begriff der Interkulturalität und seine Geschichte und Entwicklung in Ecuador näher untersucht werden. Damit soll ein besseres Verständnis der Forderungen der Indigenenbewegung und der Position dieses Begriffes in ihrem Diskurs möglich gemacht werden. Insbesondere soll herausgearbeitet werden, was genau unter Interkulturalität verstanden wird, wovon dieser Begriff sich abgrenzt und wie sich die verschiedenen Organisationen einen interkulturellen Staat bzw. eine interkulturelle Gesellschaft vorstellen.

Autor/innen-Biografie

Philipp Altmann, FU Berlin

Doktor der Soziologie (Dr. des.), Lateinamerika-Institut der Freien Universität Berlin; Studium der Soziologie, Ethnologie und spanischen Philologie an der Universität Trier und der Universidad Autónoma de Madrid.

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Veröffentlicht

2013-10-18

Zitationsvorschlag

Altmann, P. (2013). Die Interkulturalität als politischer Begriff in Ecuador. Interculture Journal: Online Zeitschrift für Interkulturelle Studien, 12(21), 33–44. Abgerufen von https://www.interculture-journal.com/index.php/icj/article/view/201