Ist wenig kulturelles Verständnis besser als gar keins? Problematik der Verwendung von Dimensionsmodellen zur Kulturbeschreibung

Autor/innen

  • Stefanie Rathje

Schlagworte:

Dimensionsmodelle, Kulturbeschreibung,

Abstract

Obwohl die Gefahr der Übergeneralisierung und Stereotypisierung kultureller Dimensionsmodelle bekannt ist, greift die Literatur zum interkulturellen Management bei der Beschreibung von Kulturen häufig immer noch auf Ansätze zurück, die versuchen, kulturelle Unterschiede anhand vorgegebener Kategorien zu standardisieren. Am Beispiel der Zusammenarbeit zwischen Deutschen und Thailändern untersucht der Artikel daher die Wirksamkeit solcher Dimensionsmodelle für eine erfolgreiche interkulturelle Zusammenarbeit. Anhand des westlichen Gegensatzes aus Individualismus und Kollektivismus wird nachgewiesen, dass bekannte Dimensionsmodelle nicht nur an der Erklärung beobachteter Unterschiede scheitern, sondern eine Orientierung an solchen Dimensionsmodellen in der Praxis darüber hinaus Missverständnisse bei der Interpretation des fremden Verhaltens hervorrufen kann, die zu schwerwiegenden Kommunikationsstörungen führen können. Auf Basis der Ergebnisse wird gezeigt, wie mit Hilfe von alternativen Methoden (z.B. kulturelle Stilanalyse) ein Kulturverständnis entwickelt werden kann, aus dem sich sinnvolle Verhaltensanregungen für eine erfolgreiche Zusammenarbeit ableiten lassen.

Autor/innen-Biografie

Stefanie Rathje

Unternehmensberaterin AT Kearney

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Veröffentlicht

2003-08-01

Zitationsvorschlag

Rathje, S. (2003). Ist wenig kulturelles Verständnis besser als gar keins? Problematik der Verwendung von Dimensionsmodellen zur Kulturbeschreibung. Interculture Journal: Online Zeitschrift für Interkulturelle Studien, 2(4). Abgerufen von https://www.interculture-journal.com/index.php/icj/article/view/12

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Artikel