Die Bedeutung von Emotionen in der koreanischen Interaktion

Autor/innen

  • Anja Scherpinski –Lee

Schlagworte:

Korea, Konfuzianismus, indigene Psychologie, Emotionen, Kollektivismus,

Abstract

Im Vergleich zu Deutschland lässt sich Korea als kollektivistische Kultur verstehen. Der Kollektivismus kann als Resultat des Konfuzianismus betrachtet werden, der Korea jahrhundertelang geprägt hat. Konfuzianische ethische Wertvorstellungen spielen auch heute noch eine essentielle Rolle in der Art und Weise, wie Koreaner interpersonale Beziehungen pflegen und sich in sozialen Netzwerken verhalten. Während in Deutschland das Engagement, das in interpersonale Beziehungen und sozialen Gruppen eingebracht wird, eher als optional und symmetrisch reziprok betrachtet wird, betonen konfuzianisch geprägte Wertvorstellungen bedingungslose gegenseitige Verpflichtung und den Aufbau und Erhalt eines "Wir-Gefühls". Dabei bildet der Umgang mit Emotionen, die sich zwischen den Interaktionspartnern entwickeln, den Kern der Beziehungspflege. Zwei indigen koreanische Gefühlsmodi – Shimjung und Jung – werden als Schlüsselkonzepte für das Verständnis koreanischer Interaktionsmechanismen verstanden und sollen im vorliegenden Beitrag genauer betrachtet werden.

Autor/innen-Biografie

Anja Scherpinski –Lee

Lektorin für deutsche Sprache und Kultur an der Hankuk University for Foreign Studies in Seoul, Südkorea

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Veröffentlicht

2011-09-01

Zitationsvorschlag

Scherpinski –Lee, A. (2011). Die Bedeutung von Emotionen in der koreanischen Interaktion. Interculture Journal: Online Zeitschrift für Interkulturelle Studien, 10(14), 87–108. Abgerufen von https://www.interculture-journal.com/index.php/icj/article/view/119