Gruppenkompetenz in interkulturellen Situationen

Autor/innen

  • Daniela Gröschke

Schlagworte:

Gruppenkompetenz, interkulturelle Situationen, Diversität, Selbstregulation

Abstract

Der erfolgreiche Umgang mit Diversität ist nicht länger nur eine Herausforderung für multinationale oder globalisierte Unternehmen. Die vorliegende Untersuchung geht daher der Frage nach, was Gruppen in interkulturellen Situationen handlungsfähig und erfolgreich macht. Hierzu wird zunächst eine neue Operationalisierung einer interkulturellen Situation vorgeschlagen. Es wird weiter ein, auf der sozial-kognitiven Theorie basierendes Modell interkultureller Gruppenkompetenz vorgestellt. Die empirische Prüfung erfolgte während eines Unternehmensplanspiels mithilfe quantitativer und qualitativer Methoden. Es zeigt sich erstens, dass die Kompetenzdimensionen Selbstreflexion, Selbstregulation und Flexibilität auf der individuellen Ebene und analog dazu die Dimensionen Reflexion, Regulation, Kooperation und Wirksamkeitserwartung auf der Gruppenebene das Konstrukt interkulturelle Kompetenz hinreichend beschreiben. Zweitens wird deutlich, dass die Gruppeneffizienz eher auf die interkulturelle Gruppenkompetenz als auf die individuelle interkulturelle Kompetenz zurückzuführen ist. Drittens beeinflusst die individuelle Selbstregulationsfähigkeit die Gruppenkompetenz in interkulturellen Situationen.

Autor/innen-Biografie

Daniela Gröschke

Dr., Fachgebiet Interkulturelle Wirtschaftskommunikation, Universität Jena

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Veröffentlicht

2010-12-01

Zitationsvorschlag

Gröschke, D. (2010). Gruppenkompetenz in interkulturellen Situationen. Interculture Journal: Online Zeitschrift für Interkulturelle Studien, 9(12), 51–78. Abgerufen von https://www.interculture-journal.com/index.php/icj/article/view/103