Bd. 12, Nr. 20 (2013)

Kulturproduktion und Kulturreflexivität

Die 20. Ausgabe von interculture journal setzt sich schwerpunktmäßig mit dem Thema Kultur als Produkt und als Reflexionsobjekt auseinander.

Die ersten zwei Artikel gehen der Frage nach, wie Kultur im universitären Kontext zum einen produziert und zum anderen entstehen kann: 

So beschreibt Julia Reuter in ihrem Beitrag „Doing Science – Doing Culture. Interkulturelles Forschen als Gegenstand Interkultureller Forschung“ was passiert, wenn Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen die eigene Zunft selbst zum Gegenstand der Forschung machen. Ihr Blick richtet sich dabei im Besonderen auf die Interkulturalitätsforschung.

Im dem Beitrag „Strategic management and shaping cultural transformation processes at German Universities – Transfer and implementation of a cohesion approach of culture“ analysiert Nora Krzywinski strategisches Management an Universitäten aus einer kulturtheoretischen Perspektive. Hierzu überträgt sie ein kohäsionsorientiertes Organisationsmodell auf den Hochschulkontext und zeigt, wie das Modell strategische Prozesse unterstützen kann, um einen praktischen Nutzen für das Hochschulmanagement zu erzielen.

Der dritte Beitrag „Die Kontinuität und Wirkmächtigkeit von Fremdheitskonstruktionen in anti-islamischen Diskursen“ von Nurcan Akbulut diskutiert kritisch gängige westliche Orient-Rezeptionen und stellt nicht hinterfragte Sinnzusammenhänge bei der Konstruktion und Perpetuierung von Fremdheit dar.

Kirsten Nazarkiewicz beschäftigt sich in dem praxisorientierten Beitrag „Interkulturalität als immanenter Faktor in Coaching und Training – konzeptionelle Überlegungen“ mit der Frage, wie Trainingsgebiete, die nicht als „interkulturell“ gelten, so kulturreflexiv konzipiert werden können, dass die typischen trainierten Wissensbestände den multikulturellen Anforderungen der heutigen Lebens- und Arbeitswelt entsprechen. 

Im zweiten englischsprachigen Beitrag dieser Ausgabe „Guanxi competence as intercultural competence in business contexts – A Chinese perspective“ entwickelt der Autor Xun Luo auf Basis des Guanxi-Konzeptes ein Modell von interkultureller Kompetenz, das sich von klassischen westlich geprägten Modellen abgrenzt.

Die Ausgabe wird wieder ergänzt durch zahlreiche Rezensionen aus dem interkulturellen Bereich. Tony Pacyna rezenziert das Buch „Die Interkulturalitätsdebatte – Leit- und Streitbegriffe“  herausgegeben von Monika Kirloskar-Steinbach, Gita Dharampal-Frick und Minou Friele sowie das Buch „Indische Philosophie – Vom Denkweg zum Lebensweg. Eine interkulturelle Perspektive“ von Ram Adhar Mall.

Martin Betz rezensiert das Buch „Interkulturelle Kommunikation in der Hochschule. Zur Integration internationaler Studierender und Förderung Interkultureller Kompetenz“ von Adelheid Schumann. 

Daniela Gröschke setzt sich mit dem Lehrbuch „Intercultural Competence in Business English“ von Rudi Camerer und Judith Mader auseinander.

Sabine Kern rezensiert das von Christiane Griese und Helga Marburger herausgegebene Lehrbuch „Interkulturelle Öffnung“. 

Alexandra Stang rezensiert abschließend das Buch „Interkultureller Dialog im virtuellen Zeitalter. Neue Perspektiven für Theorie und Praxis“ von Luisa Conti

Darüber hinaus freut sich interculture journal über die Erweiterung unseres Wissenschaftlichen Beirates: Mit Darla Deardorff (USA) und Yaling Pan (China) konnten wir die Unterstützung von zwei international ausgewiesenen Wissenschaftlerinnen aus dem Bereich der Interkulturellen Kommunikation gewinnen.  

Weiterhin möchten wir bekanntgeben, dass interculture journal mit Beginn dieser Ausgabe auf vielfachen Wunsch alternativ auch als Printausgabe erhältlich ist. Sie können das Einzelheft für 22,- Euro und (im Abonnement für 18,- Euro) pro Heft direkt beim Verlag wvberlin.com/icj bestellen. Alle Ausgaben stehen selbstverständlich weiterhin auf unserer Seite interculture-journal.com zum kostenfreien Download zur Verfügung. Wir hoffen, dass wir mit diesem zusätzlichen Print-Angebot zur weiteren Verbreitung von interculture journal beitragen können.

Die Herausgeber bedanken sich an dieser Stelle bei allen Autorinnen und Autoren und freuen sich auf zahlreiche weitere Beiträge für zukünftige Ausgaben des interculture journal. Beachten Sie hierzu bitte den Open Call auf unserer Webseite im Bereich „Mitteilungen“.

 

Stefanie Rathje (Berlin) und
Jürgen Bolten (Jena) im April 2013

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Inhaltsverzeichnis

Editorial

Vorwort der Herausgeber
Stefanie Rathje, Jürgen Bolten
PDF
7-10

Artikel

Julia Reuter
PDF
11-24
Nora Krzywinski
25-36
Nurcan Akbulut
PDF
37-46
Kirsten Nazarkiewicz
PDF
47-68
Xun Luo
69-89

Rezensionen

Rezension: Kirloskar-Steinbach, Monika / Dharampal-Frick, Gita / Friele, Minou (2012): Die Interkulturalitätsdebatte – Leit- und Streitbegriffe
Tony Pacyna
PDF
81-84
Rezension: Mall, Ram Adhar (2012): Indische Philosophie – Vom Denkweg zum Lebensweg
Tony Pacyna
PDF
85-88
Rezension: Schumann, Adelheid (2012): Interkulturelle Kommunikation in der Hochschule. Zur Integration internationaler Studierender und Förderung Interkultureller Kompetenz
Martin Betz
PDF
89-92
Rezension: Camerer, Rudi / Mader, Judith (2012): Intercultural Competence in Business English
Daniela Gröschke
PDF
93-96
Rezension: Griese, Christiane / Marbuerger, Helga (2012): Interkulturelle Öffnung. Ein Lehrbuch
Sabine Kern
PDF
97-100
Rezension: Conti, Luisa (2012): Interkultureller Dialog im virtuellen Zeitalter. Neue Perspektiven für Theorie und Praxis
Alexandra Stang
PDF
101-103