Bd. 7, Nr. 6 (2008)

Über die Schwierigkeiten Interkultureller Kommunikation. Räume - Netzwerke - Kooperationen

Worin bestehen die Schwierigkeiten interkultureller Kommunikation? Dieser Frage stellen sich die in der aktuellen Ausgabe versammelten Autoren und Autorinnen in thematisch und regional unterschiedlichen Räumen, Netzwerken und Kooperationen.

Stefan Strohschneider entwickelt für die Beantwortung der Frage nach der Schwierigkeit interkultureller Kommunikation eine abwechslungs- und erkenntnisreiche "Reiseroute". Dabei entwirft er in essayistischer Form eine geisteswissenschaftliche Landschaft, in der sich das Forschungsgebiet Interkulturelle Kommunikation verorten kann.

Christian Wille betrachtet in seinem Beitrag "Fremder Alltag" die alltäglichen Herausforderungen von Grenzgängern in der Region SaarLorLux. Zur Beschreibung dieser Grenzregion zieht Wille das Modell der Transnationalen Sozialen Räume heran.

Sabine Heiß knüpft in ihrem Beitrag "Im dritten Raum" an die Raummetapher an und fordert als Ergebnis einer von ihr durchgeführten Studie einen Perspektivwechsel in der Ausbildung im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit, weg von Ansätzen kulturvergleichender Differenzbestimmung hin zur Analyse von Wirkungszusammenhängen.

Angelika Hennecke erweitert mir ihrem Beitrag "Brücken zwischen Interkultureller Kommunikation und Technik" die Diskussion über Schwierigkeiten in der interkulturellen Kommunikation um den häufig vernachlässigten Aspekt der Technik und des Techniktransfers. Ihre Analyse beruht auf Ergebnissen eines Forschungsprojektes, das zwischen Wissenschaftlern mehrerer Europäischer Hochschulen und Universitäten durchgeführt wurde.

Der fünfte Beitrag von Yaling Pan führt uns nach China und setzt sich mit dem Aspekt der Netzwerkbildung auseinander. Pan weist nach, wie sich dieser Aspekt des sozialen Lebens auf die konfuzianische Lehre zurückführen lässt und noch heute die chinesische Gesellschaft prägt.

Der letzte Beitrag und gleichzeitig unser erster Artikel aus Korea von Soon-Im Kim, Suyean Yu, Miyeon Kim, Dury Chung und Chungi Min lenkt den Blick auf interkulturelle Schwierigkeiten im Bereich der wirtschaftlichen Zusammenarbeit. Die Autoren diagnostizieren zwischen Koreanern und deutschen Expatriats in Korea eine Vielzahl kultureller Unterschiede, die zu Konflikten in der Zusammenarbeit führen können. Zusätzlich zu den Artikeln der neuen Ausgabe stellen wir Ihnen wieder eine Vielzahl aktuell rezensierter Bücher vor, die sie auf der Homepage des Journals unter dem Menüpunkt Rezensionen finden.

Die Herausgeber bedanken sich an dieser Stelle bei allen Autorinnen und Autoren und freuen sich auf zahlreiche weitere Beiträge für zukünftige Ausgaben von interculture journal.

Stefanie Rathje (Berlin) und Jürgen Bolten (Jena) im Dezember 2008

Inhaltsverzeichnis

Artikel

Stefan Strohschneider
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3-26
Christian Wille
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27-52
Sabine Heiß
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53-72
Angelika Hennecke
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73-94
Yaling Pan
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95-110
Soon-Im Kim, Suyon Yu, Miyeon Kim, Dury Chung, Chuni Min
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111-122