Bd. 6, Nr. 3 (2007)

Interkulturelle Kompetenz und Employability

Wie sollten Studienangebote zu Bereichen interkultureller Kommunikation gestaltet werden, um ihren Absolventen eine größtmögliche Beschäftigungsfähigkeit mit auf den Weg zu geben? Dieser Leitfrage widmet sich die neue Sonderausgabe von interculture journal "Interkulturelle Kompetenz und Employability". Die einzelnen Beiträge setzen thematische Schwerpunkte, die auf dem siebten Arbeitstreffen des Arbeitskreises interkulturelle Lehre an deutschsprachigen Hochschulen im Rahmen der Akademie für interkulturelle Studien (AiS) am 27. und 28. April 2006 an der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt (Oder) präsentiert und diskutiert wurden.

Einleitend skizziert Dominic Busch die Debatte um den Beitrag interkultureller Studiengänge zur employability ihrer Absolventen aus diskurstheoretischer Perspektive.

Florian Buch beschreibt auf der Grundlage eigener Forschungsaktivitäten am Centrum für Hochschulentwicklung Motive des Wissenschaftsrats zur Reform kultur- und geisteswissenschaftlicher Studiengänge an deutschsprachigen Hochschulen.

Jürgen Bolten diskutiert sinnvolle Verortungen interkultureller Studienangebote innerhalb der an zahlreichen Hochschulen neu einzurichtenden Bachelor- und Masterprogramme und plädiert für eine Vermittlung "interkulturellen" Wissens im Rahmen von konsekutiven Masterstudiengängen.

Jutta Berninghausen stellt im Gegenzug mit dem Studiengang Global Management der School of International Business an der Hochschule Bremen ein Modell zur Vermittlung "interkulturellen Wissens" zur Berufsbefähigung bereits nach dem Bachelor-Abschluss vor. Der Vermittlung von social skills wird hier ein Drittel des gesamten Workloads eingeräumt, der in anderen Studiengängen des Fachs größtenteils durch fachliches Wissen bestritten wird.

Alexander Thomas und Ulrich Hößler präsentieren mit dem "Zusatzstudium Interkulturelle Handlungskompetenz" ein Bildungsformat in Bereich interkultureller Kommunikation, das sich als Ergänzung zu einem weiteren, frei wählbaren fachlichen Studium an fortgeschrittene Studierende der Universität und der Fachhochschule Regensburg wendet.

Elias Jammal beschreibt alternativ ein Studiengangskonzept der Hochschule Heilbronn, in dem interkulturelles Wissen auf Bachelor-Niveau und anschließend optional konsekutiv und vertiefend in der Masterphase vermittelt wird.

Der abschließende Beitrag von Bettina Strewe kontrastiert die vorangegangenen Fragestellungen aus der Vermittlung interkultureller Kompetenzen und interkulturellen Wissens im Bereich der Hochschuldidaktik mit der Vermittlung interkultureller Kompetenzen im Rahmen der obligatorischen Integrationskurse für Migranten in Deutschland, die das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BaMF) mit dem neuen Zuwanderungsgesetz 2004 eingeführt hat.

Inhaltsverzeichnis

Artikel

Dominic Busch
PDF
5-32
Florian Buch
PDF
33-46
Jürgen Bolten
PDF
47-64
Jutta Berninghausen
PDF
65-72
Alexander Thomas, Ulrich Hößler
PDF
73-96
Elias Jammal
PDF
97-106
Bettina Strewe
PDF
107-130