Der interkulturelle Karl May Effekt

Elias Jammal

Abstract


Dieser Beitrag basiert auf einem Vortrag, der auf der Tagung "Konstruktionen kultureller Differenzen" an der LMU München im Juli 2008 gehalten wurde. Er beschäftigt sich mit der Frage, inwiefern die zahllosen Ratgeber, genannt Kulturknigge für den "Orient", einem Effekt unterliegen, der als interkultureller Karl May - Effekt bezeichnet wird. Dass diese Bezeichnung eine gewisse Ironie mit sich trägt, ist nicht zu verhehlen. Folgende Ratgeber wurden analysiert: Raphael Patai "The Arab Mind" (193), Richard Lewis "When Cultures Collide" (2004), Sylvia Ortlieb "Business-Knigge für den Orient" (2006) sowie Béatrice Hecht-El-Minshawi "Wirtschaftswunder in der Wüste" (2007). Im Laufe des noch nicht abgeschlossenen Projekts werden noch andere, weit verbreitete Ratgeber sowie Softwarepakete, wie z.B. das "Cultural Detective" analysiert. Den Beginn bildet eine sehr knappe und unvollständige selektive Darstellung der Orientbilder in der Geschichte, im Rahmen derer auf den Begriff des Orientalismus kurz eingegangen wird. Es folgen dann Ausführungen zu Karl Mays Orientzyklus. Darauf basierend wird anschließend vorgestellt, was unter dem interkulturellen Karl May - Effekt zu verstehen ist. Der vorletzte Abschnitt ist den Schwierigkeiten gewidmet, den Karl May - Effekt zu vermeiden. Im letzten Abschnitt wird ein Fazit gezogen.

Schlagworte


Karl May Effekt; Kulturknigge, Ratgeberliteratur, Orient

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