Plurale Identität und interkulturelle Kommunikation

Hans-Georg Ziebertz, Markus Herbert

Abstract


In der pädagogischen und sozialwissenschaftlichen Literatur ist der Identitätsbegriff ungebrochen wichtig. Spätestens seit Mead wird Identität als ein Prozess des Austarierens von Ansprüchen und Deutungen des Individuums mit dem sozialen Kontext verstanden. In dieser Wechselbeziehung stellt sich die Frage, wie eine Person trotz zahlreicher Einflüsse und Veränderungen im Leben "dieselbe" bleibt. Dies gilt umso mehr, als die moderne pluralistische Gesellschaft multiple und widersprüchliche Kontexte bereithält, in denen Menschen leben. Dadurch wird die Problematik verschärft, wie Kontinuität und Kohärenz ausgebildet werden können, die als zentrale Dimensionen von Identität gelten. Neuere Konzepte der Pluralen bzw. Dialogischen Identität konzipieren Identität selbst plural. Damit hat das Konzept individueller Identität eine strukturelle Entsprechung zur Gesellschaft. Plurale vieldeutige Interaktionssituationen sind vor allem in Situationen gegeben, in denen unterschiedliche kulturelle und religiöse Vorstellungen aufeinander treffen. Die Erfahrung interkultureller Differenz kann als ein besonderes Moment der Vergewisserung von Identität verstanden werden. Dieser Beitrag will prüfen, was das plurale Konzept von Identität zum Verstehen interkultureller Kommunikation beiträgt.

Schlagworte


Plurale Identität; interkulturelle Kommunikation;

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