Koloniale Diskurse, afrikanische Epistemologien und das AfricaMuseum in Belgien. Zum Potential einer postkolonialen Interkulturalität bei Felwine Sarr und Bénédicte Savoy

Julien Bobineau

Abstract


Der Beitrag setzt das im Jahre 2018 wiedereröffnete AfricaMuseum in Tervuren (Belgien) mit der von Felwine Sarr und Bénédicte Savoy angestoßenen Debatte um die Restitution von Kulturgütern aus Afrika in Verbindung. Nach einem Überblick über die europäische Geistesgeschichte mit einem Fokus auf der diskursiven Verdrängung afrikanischer Wissenssysteme steht eine Bearbeitung von Sarrs und Savoys Rapport sur la restitution du patrimoine culturel africain (2018) mit einem theoretischen Ausblick auf die Decolonial Aesthetics im Mittelpunkt der Ausführungen. Im anschließenden Analyseteil werden die Erkenntnisse einer ‚nouvelle éthique rélationelle‘ (Sarr / Savoy) auf das belgische AfricaMuseum übertragen, um das Museum in Bezug auf die Restitutionsdebatte, die Beteiligung afrikanischer Stakeholder an der musealen Konzeption, der Organisation und der Leitung des Museums sowie die internationale Zusammenarbeit zu evaluieren. Ziel des Beitrages ist, das Potential einer postkolonialen, eurafrikanischen Dialogizität vor dem Hintergrund kolonialer Diskurse am Beispiel des AfricaMuseum sichtbar zu machen.


Schlagworte


Postkoloniale Theorie, Belgien, Kolonialismus, Restitution, Provenienz

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