Der lange Weg der Versöhnung – Aspekte des deutsch-namibischen Vergangenheitsdiskurses

Maja Störmer

Abstract


Namibia und Deutschland verbindet eine inzwischen weit über hundertjährige Beziehung. Als ehemalige deutsche Kolonie sind in Namibia, wie in vielen anderen afrikanischen Ländern auch, heute noch die Folgen der Kolonialzeit spürbar. Bilder und Erinnerungen des Herero- und Nama-Aufstandes 1904 sind heute in der namibischen Gesellschaft allgegenwärtig und prägen die Identitätsbildung maßgeblich. Seit einigen Jahren erlebt die Völkermords- und Kontinuitätsthese eine wissenschaftliche und gesellschaftliche Konjunktur in Deutschland und liefert auch dem namibischen Akteursfeld Diskussionspotenzial.

Ziel des Aufsatzes ist, Aspekte des Dialogs über die Vergangenheit kritisch zu beleuchten. Das Verständnis von Versöhnung unterscheidet sich teils massiv zwischen den beiden Ländern. Insbesondere die Position Namibias entsteht im Spannungsfeld zwischen neuer Identitätsbildung und etablierten politischen und gesellschaftlichen Strukturen. Hierfür werden der historische Kontext und aktuelle Entwicklungen der Beziehung der beiden Länder skizziert und verschiedene Aspekte des Versöhnungsprozesses beleuchtet.


Schlagworte


deutsch-namibische Beziehung, Herero-Aufstand, Genozid, Versöhnung

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