Evaluation von Wirkungen – ein Problemaufriss am Beispiel von Wirkkonstellationen interkultureller und interreligiöser Trainings an Schulen

Sabine Dr. Jungk, Andrea Dr. Nachtigall

Abstract


Dieser Beitrag schließt an aktuelle Debatten um Wirkungen und Wirkfaktoren in der Jugendbildung an. Empirischer Bezug ist eine von uns 2014 abgeschlossene Evaluation eines interkulturellen und interreligiösen Bildungsprogramms, das seit mehreren Jahren an verschiedenen Berliner Schulen als non-formales Bildungsangebot umgesetzt und weiterentwickelt wird. Davon ausgehend problematisieren wir ein Bildungs- und Evaluationsverständnis, das sich v.a. auf evident mess- und steuerbare Erfolge konzentriert – wie es nicht zuletzt durch Begriffe wie Training und Kompetenz(-steigerung) transportiert wird. Angesichts der Komplexität von Bildungsprozessen, deren „Erfolg“ von vielfältigen Variablen wie z.B. den räumlichen, institutionellen, gesellschaftlichen und persönlich-individuellen Kontextbedingungen abhängt, sind qualitative Verfahren der Beobachtung und Befragungen am ehesten geeignet, um Effekten und Wirkungen pädagogischer Programme mit ihren (nicht-intendierten) „Nebeneffekten“ empirisch auf die Spur zu kommen. Anhand ausgewählter Ergebnisse aus leitfadengestützten Interviews mit Programmteilnehmer*innen zeigen wir, wie Jugendliche Bildungsinhalte aktiv aneignen und weiterverarbeiten und welche zentrale Rolle dabei die Interaktionsbeziehung zwischen Anleiter*innen und Teilnehmer*innen spielt.


Schlagworte


Evaluation, Wirkungen, Jugendbildung, Soziale Arbeit, Schule, interkulturelle und interreligiöse Trainings, rekonstruktive Verfahren

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