Interkulturelle Management- forschung – Reflexive Gedanken über eine unreflektierte Denkschule

Valerie Gruber, Eberhard Rothfuß

Abstract


Der vorliegende Beitrag setzt sich kritisch mit dem akademischen Feld der Interkulturellen Managementforschung auseinander, indem das zentrale, dieser „Schule“ zugrundeliegende Denkparadigma in seiner Kontingenz und Unreflektiertheit offengelegt wird. Hierbei dienen Anleihen an Pierre Bourdieus Reflexive Anthropologie dazu, die sozialen Ursprünge der Wissensproduktion in der Interkulturellen Managementforschung zu enthüllen. Anhand des Kulturstandardkonzeptes nach Alexander Thomas werden diese theoretischen Überlegungen exemplarisch systematisiert, um herauszuarbeiten, welche unbewussten Vorbedingungen in dieser noch jungen Disziplin existieren und in welchem historischen Kontext ihre typischen Fragestellungen, Methoden und Begrifflichkeiten entstanden sind, da diese mitunter nachhaltig die zeitgenössischen Debatten innerhalb der Interkulturalitätsforschung beeinflussen oder gar bestimmen. Als Ergebnis dieser Analyse zeigt sich, dass die im Kontext des Zweiten Weltkriegs in den USA entstandenen Prämissen unter stetigem Praxisdruck und zunehmender ökonomischer Zielorientierung bis heute weitgehend unkritisch verwendet werden und es daher erforderlich ist, diese im Sinne einer kritischen Reflexivität nach Bourdieu zu überdenken. 



Schlagworte


Interkulturelle Managementforschung, Kritische Reflexivität, Kulturstandards

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