Dies- und jenseits deutscher Förderbänder − Deutschlerner in Kasachstan und Usbekistan

Stefan Kurzmann

Abstract


In Zeiten von Globalisierung und demografischen Wandel ist es hierzulande allgemeines Ziel, verstärkt internationale Studierende für Deutschland zu gewinnen, und hier vor allem die sogenannten high potentials. Zugleich investiert Deutschland zunehmend in institutionalisierte Förderung der deutschen Sprache im Ausland sowie in weitreichende Stipendiaten-programme. In der Gesamtbetrachtung ergibt sich eine Förderbandlogik, die die besten Köpfe nach Deutschland befördert, so auch im Falle von Usbekistan und Kasachstan, zwei traditionelle Deutschlernerländer. Doch ungeachtet des großen Engagements und trotz eines weltweit wachsenden Hochschulmarktes, vermag Deutschland hierzu verhältnismäßig wenige international Studierende aus beiden Ländern für sich zu gewinnen, obgleich aus Sicht vor Ort vieles für eine große Nachfrage spricht. Vor dem Hintergrund immer fluider werdender Migrationsmuster und der geographischen Lage beider Länder, diskutiert der vorliegende Beitrag die Ambivalenz der letztlich auf Loyalität zielenden deutschen Förderinstrumente für junge Menschen aus Kasachstan und Usbekistan. Er plädiert als Ergänzung für ein aktiveres und offenes Kommunikationskonzept der Cloud vor Ort sowie für einen stärkeren Service deutscher Hochschulangebote.


Schlagworte


Zentralasien; Internationale Studierende; Deutsch als Fremdsprache; Förderpolitik; Mobilität

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