Interkulturalität als immanenter Faktor in Coaching und Training – konzeptionelle Überlegungen

Kirsten Nazarkiewicz

Abstract


Coaching und Training werden von der zunehmenden internationalen Verflechtung und der transkulturellen Verfasstheit der Gesellschaften beeinflusst, daher benötigen beide Formate eine kulturreflexive Perspektive. Drei miteinander korrespondierende Metakonzepte für den kultursensiblen Begleitprozess können in diesem Zusammen- hang hilfreich sein: Zum einen geht es um die interkulturelle Bewältigung von Miss- verständnissen, die beim Aufeinandertreffen von Vertretern verschiedener Kulturkreise entstehen. Zum anderen sollten die Einflüsse multikultureller Umgebungen und unterschiedlichster Systeme und Kollektive berücksichtigt werden. Als Erweiterung der interkulturellen und multikulturellen Herangehensweise ist schließlich ein transkul- turelles Vorgehen zu empfehlen, welches Machtverhältnisse, soziale und individuelle Positionierungen und Entwicklungsziele beachtet. Am Beispiel der Formate Coaching und Training werden diese drei Perspektiven vorgestellt und um weitere konzeptio- nelle Aspekte für das Training erweitert. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage: Wie können Trainingsgebiete, die nicht als interkulturell gelten, wie z. B. Entwicklung von Führungskompetenzen, Projekt- oder Konfliktmanagement u. v. m., so kulturreflexiv konzipiert werden, dass die typischen trainierten Wissensbestände den multikulturel- len Anforderungen der heutigen Lebens- und Arbeitswelt entsprechen? Sechs Mög- lichkeiten werden aufgezeigt, deren Umsetzung bei allen Beteiligten Umdenken und Perspektivenwechsel erforderlich macht. 


Schlagworte


Interkulturelles; multikulturelles; transkulturelles Coaching; Metakonzepte; Kulturreflexivität; interkulturelle Trainings

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