Die Komplexität von interkulturellen Engineering-Projekten über Unternehmensgrenzen hinweg

Henning Hinderer

Abstract


Internationale Projekte mit ingenieursbezogenem Aufgabengebiet bringen zahlreiche Herausforderungen mit sich – insbesondere wenn Projektteams über unternehmens-grenzen hinweg aufgestellt sind. Diese Herausforderungen sind nicht nur auf die technischen Aspekte zurückzuführen. Neben anderem spielt dabei auch die Tatsache eine Rolle, dass Personengruppen mit vergleichbarem Hintergrund wie Fachwissen oder einem vergleichbaren Zielsystem im Rahmen einer Zusammenarbeit dazu neigen, eine eigene kollektive Identität auszuprägen. Dies trägt dazu bei, dass die zu steuernde Komplexität zunimmt, insbesondere vor dem Hintergrund kultureller Unterschiede und interkultureller Zusammenarbeit. Im Falle, dass eine Projektorganisation zusätzlich vorsieht, dass ein externer Partner im Projekt zu integrieren ist, steigt diese Komplexität um ein Vielfaches. Gerade in diesem Fall spielt die Bildung von zusätzlichen kulturell hybrid positionierten Gruppen eine wesentliche Rolle. In diesem Zusammenhang befasst sich der vorliegende Beitrag mit der Analyse der Komplexität von Kultur und kollektiver Identität, mit dem Ziel, ein besseres Verständnis für die Anforderungen an ein erfolgreiches Projektmanagement in Engineering-Projekten zu erzeugen. Anhand eines schrittweise aufgebauten, verallgemeinerten Beispiels werden die identifizierten Probleme aufgezeigt und diskutiert. Der gewählte Ansatz soll einerseits die Grundlage für ein tieferes Verständnis von Ursachen und Zusammenhängen erlauben. Zudem sollen aber auch praxisrelevante Aussagen zur Unterstützung von Projektmanagern erarbeitet werden, um das zielgerichtete Management kultureller Komplexität zu unterstützen.


Schlagworte


Interkulturelles Engineering, kollektive Identität, kulturelle Komplexität, unternehmensübergreifende Zusammenarbeit, globales Projektmanagement

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