Formen interkultureller Mediation und ihre Vermittlung durch Trainings

Dominic Busch

Abstract


In der kommunikationswissenschaftlichen Forschung zur interkulturellen Kommuni- kation hat der Gedanke an eine interkulturelle Mediation in den vergangenen drei bis vier Jahren in erheblichem Maße an Bekanntheit und Attraktivität gewonnen, die sich auf akademischem Gebiet in einer deutlichen Welle neuer Publikationen zum Themenkomplex interkultureller Mediation sowie im Bereich der Weiterbildung in einem schnell wachsenden Markt für Trainingsmaßnahmen unterschiedlichster Ausprä- gung2 manifestieren. Diese Attraktivität lässt sich am ehesten vor dem Hintergrund der gegenwärtigen Forschungslage zur interkulturellen Kommunikation begründen, deren Arbeiten sich meist durch eine klare Problemorientierung auszeichnen, so dass das Zustandekommen sowie mögliche Ursachen von Fehlkommunikation in interkul- turellen Kontaktsituationen sehr präzise beschrieben werden können. Trainings auf dieser Grundlage können Klienten für die – teilweise verdeckte – Existenz interkultu- reller Unterschiede in kommunikativen Verhaltensweisen sensibilisieren und ihre Fähigkeit zur Selbst- und Fremdbeobachtung verbessern. Diese Kompetenzerweiterung wird jedoch insbesondere im Vorfeld eines Trainings von Klienten häufig als nur we- nig zufrieden stellend empfunden: anstelle der häufig erwünschten Vermittlung von „Does and Don’ts“ für den interkulturellen Kontakt scheinen Interaktionen in interkulturellen Kontaktsituationen nur durch vergleichsweise passive Kompetenzen und nur sehr graduell verbessert werden zu können.

Schlagworte


Mediation, Trainings

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