Entwicklung interkultureller Kompetenz in universitären Auslandsstudienprogrammen: Ein Good-Practice-Beispiel

Alexandra Dehmel, Yi Li, Peter F. E. Sloane

Abstract


Universitäre Auslandsstudienprogramme wurden in den vergangenen Jahren verstärkt gefördert. Die meisten dieser Programme senden ihre Teilnehmer / innen lediglich für eine gewisse Zeit ins Ausland, bieten aber keine umfassenden Begleitprogramme vor, während und nach dem Auslandsaufenthalt. Obwohl kein Zweifel daran besteht, dass Studierende durch einen solchen Auslandsstudienaufenthalt interkulturelle Lebens- und Lernerfahrungen sammeln, bleiben dennoch einige wichtige Fragen offen: Wie effizient und effektiv sind diese Programme darin, interkulturelles Lernen und die Entwicklung interkultureller Kompetenz zu fördern? Wie können sie gestaltet werden, um Lernprozesse optimal zu unterstützen und Lernergebnisse zu steigern? Der vorliegende Artikel widmet sich diesen Fragen und stellt exemplarisch ein umfassendes Auslandsstudienprogramm für Masterstudierende vor. In den ersten Kapiteln erfolgt ein Überblick über den aktuellen Forschungsstand zu Auslandsstudienprogrammen und eine Präzision des Begriffs interkulturelle Kompetenz. Anschließend wird das "Asian Studies in Business and Economics (ASBE)” Programm der Universität Paderborn als good practice Beispiel vorgestellt. Die Stärken dieses Programms sind: a) Es besteht aus vier Master-Modulen, die vollständig in das Curriculum der Masterprogramme integriert sind; b) es bietet ein kontinuierliches und systematisches Begleitprogramm vor, während und nach dem Auslandsaufenthalt; c) es nutzt ein innovatives, Lernerzentriertes didaktisches Design, das individuelles und kooperatives Lernen verbindet und – unter anderem – experimentelles und reflexives Lernen sowie die critical incidents technique nutzt.

Schlagworte


Interkulturelle Kompetenz; Hochschulbildung; universitäre Auslandsstudienprogramme; pädagogisches Design; good practice;

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