Interkulturelle Kompetenz für Asymmetrische Geschäftsbeziehungen

Hanna Pułaczewska

Abstract


Der Aufsatz thematisiert die Problematik von Schulungen interkultureller Kompetenz in der freien Wirtschaft. Solche Schulungen finden oft im Kontext eines wirtschaftlichen Machgefälles zwischen dem Investor und der Tochtergesellschaft statt, was in akademischen Erwägungen außer Acht gelassen wird. Ein kultureller Relativismus ist von den Teilnehmern nicht zu erwarten. Stattdessen wird die Machtasymmetrie von der stärkeren Partei als die Konsequenz der kulturellen Unterschiede interpretiert, d.h. als ein sichtbarer Beweis für den höheren Nutzwert der eigenen Kultur. Asymmetrische sprachliche Anpassung von der Tochtergesellschaft an den Investor wird ebenfalls unreflektiert akzeptiert. Der Aufsatz deutet an, wie ethnozentrische Interpretation von kulturellen Unterschieden gemildert und eine sprachbezogenen Reflexion herbeigeführt werden kann. Dabei muss stets beachtet werden, dass dies potentiell in Opposition zu den pragmatischen Interessen des Dozenten steht und sein professionelles Image gefährden kann.

Schlagworte


Wirtschaft; Coaching; Machtgefälle; Sprache; Dominanz;

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